11 Monate

11 Monate schon seid ihr auf der Welt – 9 Monate bei uns zuhause. Und es ist so, als ob ihr schon immer da gewesen seid.

Ihr habt euch nicht nur gut entwickelt, ihr überrascht uns immer wieder. Kaum habt ihr mit 10 Monaten (korr. 7,5) innerhalb einer Woche beide das krabbeln angefangen, schon seid ihr nicht mehr zu halten. Und ich kann es auch nicht verdenken, gibt es ja soviel auf dieser Welt zu entdecken.

Also krabbelt ihr durch unser Haus, liebt es euch an Tischen, Kisten und allem anderen hochzuziehen und im Stand lustig zu hüpfen – am liebsten zusammen. Besonders viel Spaß macht das an Omas Wohnzimmerscheibe – an der drückt ihr gerne auch kleinen Näschen platt und macht schmierige Flecken mit euren kleinen Zungen. Aber Oma ist nie böse. Ihr dürft das. Und vieles andere auch.

Seit September esst ihr Brei. Wir haben langsam angefangen mit Pastinake. Mittlerweile esst ihr den Mittagsbrei in diversen Variationen von Gemüse und Fleisch. Am Nachmittag gibt es dann auch mal Obstgläschen oder Obst mit Getreide und am Abend Milchbrei. Abends, nachts und auch mal tagsüber als Zwischenmahlzeit lasst ihr euch noch immer gerne stillen, was mich besonders glücklich macht. Wir hatten schon mal vor ein paar Wochen eine Phase wo ich dachte, ihr wollt langsam nicht mehr. Aber dann auf einmal war das Interesse wieder da. Ich liebe es besonders euch beide zusammen zu stillen.

Langweilig ist es mit euch nie. Ihr brabbelt Mamamamaama, Papapappapaaa und Dadadaadadaadada. Ihr erzählt, unterhaltet euch irgendwie, lacht und schimpft auch schon mal.

Neugierig seid ihr und an Oma und Opas Hund interessiert. Außerdem an Musik. Sobald ich euch auf dem Iphone was vorspiele, wippt ihr im Takt.

Danach applaudiert ihr euch auch schon mal selber – klatschen habt ihr seit zwei Wochen drauf. Das habt ihr Heiligabend auch gleich in der Kirche bewiesen…

Bewiesen habt ihr mir auch, dass Zwillinge auch schon als Babys was miteinander anfangen können. Immer öfter spielt ihr richtig miteinander und macht Schabernack zusammen und den anderen nach.

Jetzt gerade liegt ihr in einem Kinderbett zusammen und schlaft Kopf an Kopf und ich könnte auch nach 11 Monaten und unzähligen Momenten an eurem Bett euch dabei zuschauen. Ihr seht aus wie perfekte kleine Engel und ich gehe jeden Abend mit Dankbarkeit für euch Wunder und Vorfreude auf den nächsten Tag mit euch ins Bett.

11 Monate bin ich nun Mama – und ihr habt mir diesen Job stets leicht gemacht.

11 Monate bin ich nun auch nicht mehr schwanger und ich muss zugeben, dass ich als Frau noch nicht ganz so weiß, wo ich stehe – zwischen Schwangerschaft und Nicht-Schwangerschaft. Fast 20 kg weniger bringe ich auf die Waage, seit ihr das Licht erblickt habe, aber immer noch gute 4 Kilo und einen ganz schönen Schwabbelbauch mehr als vorher. Da ich stille sind meine Brüste auch noch groß und ich passe nur noch in den Bruchteil meines Kleiderschrankes – in die alten Sachen passe ich nicht mehr rein und in die Umstandssachen zum Großteil auch nicht mehr… Da ich im Moment noch nicht arbeite, muss ich mich damit aber auch noch nicht rumärgern.

Vielmehr genieße ich die Zeit mit euch – alles andere wird sich zeigen.

Als nächstes freue ich mich auf euren Geburtstag. Die ersten Vorbereitungen habe ich schon getroffen.

Dieser Tag wird sicherlich sehr aufwühlend für mich – neben all der Freude und Dankbarkeit nagt auch immer noch die Frühgeburt und unsere lange Zeit im Krankenhaus an mir.

Ich möchte unbedingt bis zu eurem Geburtstag zwei verschiedene Fotoalben schaffen – einmal euer erstes Jahr und einmal ein Album über unsere – eure Zeit im Krankenhaus. Wir haben beide viel mit dem Handy und ich mit der Kamera fotografiert, um euren Großeltern zu Hause und anderen Verwandte euch zeigen zu können – sie durften euch ja nicht besuchen. Und wir haben eure kleinen und große Fortschritte festgehalten. Ich bin froh über die vielen schönen Fotos, die zeigen, dass wir trotz der Schwere das beste aus der Zeit gemacht haben und auch viele schöne Momente dort hatten.

Vielleicht dürfen wir vor eurem ersten Geburtstag noch euren ersten richtigen Schnee erleben… ich freue mich drauf und auf all die anderen zahlreichen „ersten“ Ereignisse in nächster Zeit.

Ich liebe euch, eure Mama Annaïs

 

Zwischenstandsmeldung aus dem Alltag der guten Hoffnung

Es geht uns gut, wir haben eine Erkältungswelle hinter uns gebracht. Die Kleinen wachsen und wiegen jetzt ca 7300 und 6000 g. Sie sind aufgeweckt und neugierig, freundlich und kommunikativ. Seit zwei Wochen gibt es mittags Brei. Bis jetzt schlagen sie sich ganz gut – noch mehr Spaß macht ihnen nur das Wasser trinken aus dem Trinklernbecher.

Ich wiege (nur) noch ca 4-5 kg über dem Ausgangsgewicht der ICSI und Schwangerschaft. An meinem Bauch muss ich arbeiten, da ich Probleme mit der Rektusdiastase habe – sprich bei mir ist der Spalt zwischen den seitlichen Bauchmuskeln noch nicht geschlossen. Mit Physio und Pilates versuche ich es nun soweit wie möglich in den Griff zu bekommen.

Unser Alltag ist mal mehr, mal weniger stressig – aber immer fröhlich.

Aber der Alltag ist auch ausfüllend. Wenn die Kinder um halb acht schlafen, dann geht für mich die Arbeit los: Wäsche waschen, Geschirr spülen und desinfizieren, Wäsche zusammenlegen, E-Mails checken… Viele Aufgaben für wenig Freizeit. Deshalb passiert hier leider auch so wenig.

Es gibt ja viel Blogschwestern, die sich in letzter Zeit aus der aktiven Schreiberei verabschiedet haben. Und auch ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich den Blog auf Dauer nicht weiterführen mag. Das Kinderwunsch-Thema ist zumindest für die nächsten zwei Jahre auf Eis gelegt. Einen Baby- oder Zwillingsblag könnte ich schreiben, aber erstes gibt es schon so viele tolle Blogs von Mamas, die tausend Mal besser texten als ich, und zweitens möchte ich nicht zu viel über meine Kinder hier schreiben. Der Blog zum Kinderwunsch war ja quasi „meine“ Geschichte. Und jetzt sind es die Geschichten der Kinder die in den Vordergrund rücken. Ich führe seit der Geburt ein Tagebuch für die Kinder, wo alles wichtige reinkommt, woran ich mich später gerne mit ihnen erinnern mag. Und ich denke das reicht für uns.

ABER, bevor ich mich verabschiede, habe ich noch zwei, drei Artikel im Kopf. Die letzten Seiten sind gezählt, aber noch nicht erreicht.

Vielleicht begleitet ihr mich ja auch noch bis zum Schluss.

Eure Annais

Wem darf man da Glauben schenken

Vor ein paar Wochen hat mein Sohn einen komischen Ausschlag bekommen. Erst dachte ich noch, dass es was mit der Hitze zu tun hat.

Die Hebamme sagte dann ich müsse es beobachten, da es eine Neurodermitis werden könnte.

Die Kinderärztin bei der zweiten Impfung sagte, dass sie eher nicht an eine ND glaubt und denkt, dass es wieder weggeht. Ich solle doch Hautruhe von Eubos kaufen und immer cremen.

Die Ärztin an der Uniklinik – wo wir nochmal zur Frühchen-Nachsorge waren – war felsenfest der Meinung es handele sich um einen Hautpilz – der aber schon am abheilen wäre.

Die Ärztin bei einer weiteren Frühchenkontrolle sagte es sähe nach ND aus, da der kleine Mann eine zweite Lidfalte hat und die oft ein Indiz für ND ist.

Die andere Kinderärztin bei der U5 letzte Woche meinte dann auch, es könnte eine ND sein und sicher kein Pils. Wir sollen uns aber erstmal nicht verrückt machen, da diese bei Kindern nach ein, zwei Jahren oft noch weggeht.

Jetzt werde ich das machen, was mir schon in der Kiwu-Zeit geholfen hat und werde das Gespräch mit meiner Homöpathin suchen.

Im Moment habe ich den Ausschlag Gott sei Dank mit 2-3 Kleie-Bädern die Woche im Griff und der kleine Mann kratzt sich auch nicht.

Und wieder einmal habe ich gelernt, dass man auf sein Bauchgefühl hören sollte in dem ganzen Schuldmedizin-Wirwarr. Eine ND würde ich dem Kleinen gerne ersparen, aber für die Frühgeburt und Wochen im KH ist das als fast einziges Gesundheitsproblem alles noch harmlos. Dennoch hoffe ich natürlich auf das beste, dass das Ekzem bald von alleine weggeht oder besser wird.

Happy B-Day to me

Und wieder ist ein Geburtstag vorbei. Letztes Jahr war ich wegen Überstimulation krank geschrieben, dieses Jahr habe ich es mir schön gemacht. Zunächst haben wir mit meinen Eltern gefrühstückt, dann ging es als kleine Familie auf einen Ausflug und abends sind wir mit einem Pärchen schön essen gegangen. Die Kleinen haben wir vorher bei Oma schlafen gelegt, dann ging es erstmal in eine Bar. Zu Feier des Tages habe ich mir einen Apérol Spritz gegönnt – der erste seit über einem Jahr. Leeeeecker! Und dann waren wir essen.

Jetzt sind wir wieder Zuhause, die Kinder in ihren Bettchen und ich pumpe jetzt schnell noch Milch ab (die ich dann zugleich wieder entsorge wegen des Alkohols) und dann Fall ich ins Bett.

Wieder ein Jahr älter und ich finde es gerade mal gar nicht schlimm. Irgendwie bin ich bei mir angekommen. Wenn ich an das Morge denke, dann denke ich gerade mehr an die bevorstehende Zeit mit meinen Kindern und weniger an älter werden oder Falten. Aber nun genieße ich erstmal das jetzt.

Urlaubsgrüße

Urlaubsgrüße

Die Familie Hoffnung ist im Kurzurlaub im schönen Franken.

Nach gefühlten 6 Stunden Sachen zusammen packen, Auto bis unters Dach vollstopfen (wie machen das eigentlich Drillingseltern?!) sind wir am späten Mittag losgefahren.

Ich habe ja versucht schon um ein Uhr loszukommen, aber Monsieur musste noch sein Fahrrad auf den Gepäckträger verfrachten. Hätte man(n) auf mich gehört, hätten die Kids die 2 Stunden und 15 Min Fahrt nach der Mittagsfütterung durchgeschlafen und wir wären rechtzeitig vor dem nächsten Hunger da gewesen. So musste ich Zuhause die Kids zum schlafen schon mal in die Autoschalen setzen, weil sie müde waren. Nach 45 Min sind wir dann endlich los. Immerhin noch 1,5 Stunden hielten die Zwei dicht, dann setzte langsam die Ungeduld ein. Also legten wir 24 km vorm Ziel eine Fläschchenpause bei Mc Doof ein und da unsere zwei Wunderbabys schon ganz gut ihre Fläschchen selber halten können bei uns auf dem Arm, konnten wir uns mit der freien Hand auch noch ein paar Pommes und Chicken Nuggets in die Münder schienen.

Gegen Abend waren wir dann im Hotel, wo wir jetzt 5 Tage Halbpension haben.

Es hat wieder eine gefühlte Ewigkeit gedauert, bis ich unseren ganzen Kram im Appartement eingeräumt hatte (ich sage nur über 50 Windeln und Reisesterilisator).

Für die Kleinen und mich gab es erstmal ein Bad und dann lecker Abendessen für alle.

Nach einem gewissen Anreise-Overkill mit viel Meckerei und Tränchen schliefen unsere Kinder nach dem ersten Gang engelsgleich im Kinderwagen ein und wir hatten in Ruhe Zeit für das Abendessen.

Jetzt schlafen sie immer noch – in den vom Hotel aufgestellten Reisebettchen im Nachbarzimmer. Obwohl nur drei Meter entfernt und trotz geöffneter Tür, kommt es meinem Mutterherz vieeeel zu weit vor. Sie fehlen mir!

Aber ich bin mir sicher spätestens zum Morgengrauen landet dann doch wieder der ein oder die andere bei Mama zum kuscheln. 😉

Solange schlafe ich mal schön – Gott sei dank sind wir hier im Erdgeschoss und es kühler als bei uns Zuhause unterm Dach.

In diesem Sinne: Gute Nacht und träumt was Süßes,

eure Annaïs

Familienausflug in die Kinderwunschklinik oder so geht es dann mal weiter mit unserer Familienplanung

Die letzten Wochen war viel los: die Kleinen wurden getauft und wir hatten das Haus voller Familienbesuch. Jetzt kehrt wieder Ruhe ein und endlich schaffe ich es von unserem Besuch in der Kinderwunschklinik zu erzählen, der schon wieder fast vier Wochen her ist.

An einem sonnigen Juli-Freitag haben wir unsere Kleinen in die Autositze verfrachtet und sind mit ihnen in unsere Klinik in die 15 km entfernte Landeshauptstadt zu fahren. Dort saßen wir dann zu Viert im Wartezimmer und ich musste mich daran erinnern, dass ich bei U. letztes Jahr noch immer gewitzelt habe, dass die Familien mit Babys im Wartezimmer bestimmt gebuchte Statisten sind, um gute Stimmung zu machen.

Dann kam uns auch schon unser Arzt abholen, der ja eher der trockene, zurückhaltende – aber immer sehr höfliche Typ ist. Und fachlich halte ich echt viel von ihm.

Natürlich hat er erstmal unsere Kleinen begrüßt und mich dann zu meiner Schwangerschaft und zur Frühgeburt befragt. Außerdem wollten wir von ihm wissen, wie es dann irgendwann mit unserem Eisbärchen (unserer tiefgefrorenen Blastozyste aus der 1. ICSI) weitergehen kann, wenn wir soweit sind.

Wir haben jetzt besprochen, dass ich vor einem nächsten Versuch zu einem Gerinnungstest vorbei komme (denn es kann da einen Zusammenhang geben zur Schwangerschaftsvergiftung geben – muss aber nicht). Zudem würde er mir empfehlen, in einer nächsten Schwangerschaft durchgängig Aspirin und Heparin zu nehmen, um das Risiko für eine erneute Vergiftung stark zu senken. Für mich war es wichtig zu hören, dass es etwas gibt, was ich nächstes Mal machen könnte, um einer Vergiftung entgegen zu wirken. Denn die Angst, dass es nächstes Mal wieder kommen könnte, steckt mir noch in den Knochen.

Bevor wir einen nächsten Versuch wagen, wollen wir erstmal schauen wie wir zu Viert klar kommen, wir müssen unsere Wohnsituation ändern und wollen ggf noch bauen und ich traue mir ein drittes Kind zu, aber erst wenn die beiden Zwerge aus dem Gröbsten raus sind. Deshalb haben wir unseren Arzt gefragt, ob es für das Eisbärchen einen Unterschied machen, ob wir es ein, zwei oder drei Jahre ruhen lassen. Darin sah er kein Problem, generell würde es eine von vierzehn Blastozysten beim auftauen nicht schaffen.

Wenn es nach meinem Arzt gegangen wäre – O-Ton: „Wie ich sehe haben sie ja alles bestens im Griff und machen einen entspannten Eindruck“. – müsste ich nur ein Jahr Pause nach dem Kaiserschnitt machen und wir könnten im kommenden Frühjahr schon wieder anfangen. Aber wie gesagt, das ginge uns zu schnell.

Ich bin mir sicher, dass wir irgendwann wissen, wann und ob unser richtiger Zeitpunkt für unser Eisbärchen gekommen ist. Vorher muss ich auch noch ein paar Wunden heilen, die die Frühgeburt und die acht Wochen auf der Neonatologie hinterlassen haben…

Aber daneben bin ich über alles dankbar für unseren erfolgreichen ersten Versuch und für meine bis zur Frühgeburt glückliche und problemlose Schwangerschaft. Und noch immer bin ich berauscht vor Glück meine Kinder morgens lachend neben mir liegen zu haben.

Und deshalb macht es mich alleine glücklich zu wissen, dass da noch ein Eisbärchen auf uns wartet und seine Chance bekommen wird.

So haben wir uns also erstmal für die nächste Zeit von unserem Kinderwunsch-Arzt verabschiedet und „auf Wiedersehen“ gesagt.

Greifen und Begreifen – jeden Tag was Neues

Unsere kleinen Wunderkinder feiern in wenigen Tagen ihren ersten halben Geburtstag, also sie werden 6 Monate alt – korrigiert 3,5. Und es geht ihnen wunderbar.

Unsere kleine Dame wiegt etwa 4,5 kg und hat mittlerweile kleine Pausbacken bekommen. Sie ist noch immer die körperlich agilere und würde am Liebsten schon sitzen und versucht es bei jeder Gelegenheit. Sie ist neugierig und manchmal geht ihr Kopf wie bei einem Tennis-Schiedsrichter von rechts-nach-links-von-rechts-nach-links. Sie ist ein Sonnenschein und strahlt einen schon beim aufwachen mit breitem Grinsen an. Seit neustem hat sie das Wüten-sein für sich entdeckt – meist hält diese Phase aber nur wenige Minuten an. SIe liebt es zu stillen und hört schonmal beim zufüttern auf zu trinken, um sich lauthals zu beschweren bis sie an die Brust kommt. Und wenn sie Flasche trinkt, so hält sie diese schon selber fest. Am liebsten liegt sie neben ihrem Bruder und zoppelt an ihm herum. Und wenn er nicht aufpasst, so hat sie auch mal sein Ohr fest im Griff. Ansonsten kann sie stundenlang erzählen und übt sich täglich in neuen Lauten.

Unser kleiner Mann wiegt gute 6,5 kg und passt schon in die Kleider mit der Größe 68 rein. Er ist sensibler als seine Schwester und benötigt noch immer viele Kuscheleinheiten. Außerdem hat er seine Einzelkind-Momente, in denen er sehr eifersüchtig auf seine Schwester reagiert und die ungestörte Aufmerksamkeit möchte. In anderen Momenten strahlt er sie dann wieder an und hält mit ihr Händchen. Auch er kann mittlerweile greifen was das Zeug hält und wenn er was zwischen die Fingerchen bekommen hat, dann wird es auch gleich angesabbert. Er ist stark gebaut und beweist seine Stärke in dem er einfach mal den Spielebogen hochhebt oder nicht löslässt, wenn wir ihn wegräumen wollen. Mit seiner charmanten Art wickelt er die Damen gerne um seinen Finger. Der kleine Schlawiner.

Beide machen täglich Fortschritte und begreifen ihr Umfeld ein wenig mehr. So wird unser Haushund jetzt schon mal wahrgenommen, sie wissen oft, was gleich passiert (etwa wenn sie die Flasche sehen). Das Mobile überm Wickeltisch wird mit offenem Mund bestaunt und Rasseln, Stofftiere und Co werden richtig bespielt. In die Handykamera wird auch schon gelacht.

Wir üben täglich mit etwas Hilfe das Drehen vom Rücken auf den Bauch – wo sie sich immer länger halten, bevor es dann ohne Unterstützung zurück auf den Rücken geht.

Jeder Tag bringt was Neues und es ist eine Freude dabei zu zu sehen, wie sie wachsen und gedeihen. Manchmal haben die Leute fast einen enttäuschten Unterton, wenn sie die Kinder länger nicht gesehen haben. „Die sind aber schon groß geworden.“ – Na Gott sei Dank wachsen die Beiden und jede Phase hat etwas ganz besonderes und eigenes für sich.